Belgien Klima
In Belgien, das an der Nordseeküste am östlichen Eingang des Ärmelkanals liegt, herrscht ein für Westeuropa typisches, feuchtgemäßigtes, vom Atlantik beeinflusstes Klima. Es wird von warmen und feuchten Sommern sowie relativ milden, regenreichen Wintern geprägt. Hier gibt es, im Gegensatz zu kontinental geprägten Regionen Europas, keine sehr großen Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten.
Das belgische Klima unterscheidet sich jedoch regional:
An der Nordseeküste und in der küstennahen Ebene ist das Klima maritim, mit milden, feuchten Wintern und mäßig warmen, feuchten Sommern. Das ganze Jahr, v.a. jedoch im Spätherbst fallen reichlich Niederschläge, auch muss mit Stürmen und schnellen Wetterwechseln gerechnet werden. In der Küstenregion sinken die Temperaturen auch im Winter kaum unter den Gefrierpunkt, Schneefall ist deutlich seltener als im Landesinneren.
In den Ardennen und der Eifel im Süden und Osten des Landes gibt es im Winter häufige Schneefälle. Als erste größere Erhebung nach der Nordsee ist hier auch im Sommer mit einigen Niederschlägen zu rechnen, dem sogenannten Steigungsregen. Insgesamt ist das Klima hier, wegen der größeren Entfernung zum Meer, etwas kontinentaler, mit höheren Temperaturen im Sommer und tieferen im Winter.
Wie ist das Wetter in Belgien im Jahresverlauf?
Januar
Der Januar gehört mit dem Februar zur kältesten Zeit des Jahres. Im Allgemeinen ist das Wetter grau und trüb.
Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 2 und 7 °C, während die Tiefsttemperaturen zwischen –3 und 1 °C schwanken.
Die durchschnittliche monatliche Niederschlagsmenge erreichen je nach Region zwischen 55 mm und 160 mm, die höchsten Werte werden in den Ardennen verzeichnet. Der Januar gilt als einer der schneereichsten Monate des Jahres. Durchschnittlich gibt es in tiefer gelegenen Regionen vier bis fünf Schneetage. Die Schneedecke kann in höheren Lagen über längere Zeit bestehen bleiben.
Die Tage werden zwar wieder länger, die Sonne zeigt sich bei dem trüben Wetter jedoch nur selten. Die monatliche Sonnenscheindauer beträgt etwa 58 Stunden.
Stürme sind im Januar häufig, v.a. an der Küste und in den Höhenlagen.
Februar
Im Februar bleibt das Wetter in Belgien winterlich, doch erste Anzeichen des Frühlings sind spürbar.
Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen im Februar zwischen 2 und 7 °C, während die Tiefsttemperaturen zwischen –3,5 °C und 1 °C schwanken.
Der Februar ist ein relativ trockener Monat, die Niederschlagsmengen bewegen sich zwischen 40 mm im Westen bis zu 125 mm in den Ardennen. Schnee ist im Februar relativ häufig: Durchschnittlich fällt an mehreren Tagen Schnee, wobei der Schnee in höheren Lagen auch länger liegen bleibt.
Die Sonnenscheindauer nimmt allmählich zu, oft bleibt der Himmel aber wolkenverhangen.
Auch im Februar kann es v.a. an Belgiens Küsten noch Stürme geben.
März: Frühlingsbeginn in Belgien
Die Temperaturen steigen im Laufe des Monats spürbar an, Wintereinflüsse sind jedoch weiter präsent. Die Tageshöchsttemperaturen bewegen sich in den Höhenlagen meist um 6 bis 7 °C, in tiefer gelegenen Regionen zwischen 10 und 11 °C. Nachts kann es in weiten Teilen des Landes noch frieren, v.a. in den ersten Märztagen, in den Bergen sind in klaren Nächten Werte von –10 °C möglich.
In den Ardennen und dem Hohen Venn kann sich noch eine dicke Schneedecke halten, während in tiefer gelegenen Regionen Schneefall meist nur kurzzeitig liegen bleibt.
Der März bringt spürbar längere Tage, die Sonnenscheindauer steigt merklich an.
Niederschläge gibt es im März weiterhin regelmäßig, doch die Gesamtmenge bleibt moderat. Regnerische Phasen werden oft von trockenen und klaren Abschnitten unterbrochen.
Im März können noch heftige Stürme auftreten, v.a. zu Monatsbeginn, wenn winterliche Tiefdruckgebiete über das Land ziehen.
April: Wechselhaftes Wetter in Belgien
Im April zeigt sich das Wetter in Belgien oft unbeständig.
Die Tagestemperaturen liegen zwischen 10,5 °C in den Ardennen und 15 °C im Flachland. Nachts kühlt es auf 1 bis 5,5 °C ab, Frost ist vor allem in den Höhenlagen der Ardennen und bei klaren Nächten weiterhin möglich. Im April kann es bereits sommerliche Tage geben, an denen die Temperaturen in weiten Teilen des Landes 20 °C oder mehr erreichen. Gleichzeitig sind kalte Tage mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt nicht ungewöhnlich, vor allem in den höheren Regionen. Die Temperaturschwankungen sind im April groß: milde Tage mit viel Sonnenschein können schnell von kalten, nassen Tagen abgelöst werden. Spät einsetzender Frost kann im April zu Schäden an Pflanzen führen.
Der April ist eine der trockensten Monate des Jahres, mit durchschnittlichen Niederschlagsmengen von 40 bis 90 mm, abhängig von der Region. Dennoch können vereinzelte Gewitter oder Schauer lokal höhere Mengen bringen. Schnee ist selten, kann aber vor allem in den Ardennen noch vorkommen.
Stürme und Gewitter sind möglich, aber seltener als in den Wintermonaten.
Mai: Ein Vorgeschmack auf den Sommer
Im Mai werden warme Sommertage häufiger, aber überraschende Kälteeinbrüche sind immer noch möglich.
Die Tageshöchstwerte liegen zwischen 15 °C in den Ardennen und 19,5 °C in tieferen Lagen, in den Nächten kühlt es auf 5 bis 9 °C ab. Frost ist selten, aber möglich, insbesondere in den Höhenlagen der Ardennen.
Frühe Maitage können noch kühl sein, Schnee ist in den Ardennen oder in Ausnahmefällen auch an der Küste noch möglich. Andererseits können die Temperaturen an einigen Tagen die 30 °C-Marke überschreiten, besonders in der zweiten Monatshälfte.
Im Mai fällt durchschnittlich alle zwei Tage Regen, mit monatlichen Niederschlagsmengen zwischen 60 und 100 mm. Gewitter bringen oft lokal hohe Regenmengen, manchmal begleitet von Hagel. Die Wahrscheinlichkeit für Gewitter steigt im Vergleich zu den Vormonaten. Schnee ist zwar ungewöhnlich, kann aber vor allem in den ersten Maitagen in den Ardennen und vereinzelt auch im Flachland auftreten.
Der Mai ist mit durchschnittlich rund 191 Sonnenstunden der zweitsonnigste Monat in Belgien.
Juni: Der erste Sommermonat
Der Juni markiert den Beginn des meteorologischen Sommers und ist der Auftakt zur wärmsten Zeit des Jahres.
Die Höchsttemperaturen liegen je nach Region zwischen 17,5 °C und 21,5 °C. Die Nächte bleiben jedoch mit Tiefstwerten zwischen 8 °C und 12 °C oft noch frisch. Während es in weiten Teilen des Landes bereits sommerlich warm wird, können die höheren Lagen der Ardennen immer noch kühlere Tage und sogar Bodenfrost erleben.
Das Wetter kann im Juni recht wechselhaft sein, mit sonnigen, warmen Phasen, die von kühleren und regnerischen Abschnitten unterbrochen werden. Besonders in Küstennähe sorgt eine frische Brise oft für angenehmere Temperaturen, während das Landesinnere deutlich heißer werden kann.
Im Durchschnitt regnet es im Juni an etwa jedem zweiten Tag. Besonders feucht ist es in den Ardennen. Starke Gewitter mit Hagel sind im Juni häufiger als in den Frühlingsmonaten.
Die Tage im Juni sind die längsten des Jahres, die tatsächliche Sonnenscheindauer ist jedoch stark von der Wetterlage abhängig. An manchen Tagen scheint die Sonne ungehindert, an anderen bedeckt eine dichte Wolkendecke den Himmel.
Juli: Der Höhepunkt des Sommers
Der Juli ist in Belgien der wärmste Monate des Jahres. Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen zwischen 20 °C und 24 °C, während die Tiefstwerte meist zwischen 10 °C und 14 °C schwanken. In den Ardennen sind die Nächte oft kühler, während das Flachland meist angenehm warme Nächte bietet.
Trotz der sommerlichen Temperaturen kann es zu starken Schwankungen kommen. Heiße Tage mit über 30 °C sind nicht ungewöhnlich, besonders in den südlichen Landesteilen und im Landesinneren. Gleichzeitig können Kaltfronten dafür sorgen, dass die Temperaturen merklich sinken. Gewitterfronten, die häufig im Juli auftreten, können ebenfalls zu abrupten Temperaturschwankungen führen. Innerhalb von nur wenigen Minuten kann die Temperatur um bis zu 10 °C absinken.
Im Juli unterscheidet sich die monatliche Niederschlagsmenge stark je nach Region. An der Küste liegt sie im Schnitt bei 60 mm, während es in den Ardennen bis zu 120 mm sein können. Starke Gewitter mit Starkregen, wie sie im Juli häufiger vorkommen, können in kurzer Zeit große Wassermengen bringen. Im Durchschnitt gibt es an etwa 13 Tagen Gewitter, häufig mit Hagel.
Trockenphasen sind ebenfalls typisch für den Juli. Längere Hitzeperioden ohne Regen können die Pflanzen stark belasten und zu Problemen in der Landwirtschaft führen.
Mit durchschnittlich etwa 200 Stunden Sonnenschein ist der Juli der sonnigste Monat des Jahres.
August
Der August ist in Belgien oft weniger heiß als der Juli, doch es bleibt ein typischer Sommermonat mit gelegentlich sehr hohen Temperaturen. Die durchschnittlichen Höchstwerte schwanken zwischen 19,5 °C und 23,5 °C, die Tiefstwerte zwischen 9 °C und 13,5 °C. Es gibt Tage, an denen die Temperatur über 30 °C steigt, besonders zum Monatsanfang. Es kann jedoch auch schon kühlere Tage geben, v.a. gegen Ende des Monats. An besonders kalten Tagen sinken die Temperaturen in höheren Lagen unter 10 °C.
Der August ist mit durchschnittlich 79 mm Regen ein relativ feuchter Monat.
September
Der September markiert den Beginn des meteorologischen Herbstes und bietet eine Mischung aus spätsommerlichem Wetter und ersten herbstlichen Einflüssen.
Die Höchsttemperaturen liegen typischerweise zwischen 16,5 °C und 20 °C, während die Tiefsttemperaturen zwischen 6,5 °C und 11 °C schwanken. Zu Monatsbeginn ist das Wetter oft noch angenehm warm, es kann noch Sommertage mit Temperaturen über 30 °C geben, vor allem zu Monatsbeginn. Bis Monatsende kühlt es sich jedoch spürbar ab. Auch die Nächte werden zunehmend kühler, in einigen Regionen kann es bereits zu den ersten Bodenfrösten kommen.
Die durchschnittliche Niederschlagsmenge liegt zwischen 60 und 120 mm. Im September gibt es häufig kurze, aber starke Regenfälle.
Die Sonne zeigt sich im September seltener als in den Sommermonaten, im Durchschnitt gibt es etwa 143 Sonnenstunden.
Oktober
Im Oktober sinken die Temperaturen deutlich, die Tage werden merklich kürzer.
Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen zwischen 12 °C in den Ardennen und 15,5 °C in den Tieflandregionen, während die Tiefsttemperaturen zwischen 4,5 °C und 8 °C schwanken. Zu Monatsbeginn betragen die durchschnittlichen Tagestemperaturen etwa 14 °C, gegen Ende des Monats sinken sie auf 9 °C.
Ab Oktober sind landesweit Frosttage möglich, sogar in Küstenregionen. In den Ardennen und anderen höher gelegenen Gebieten tritt Frost häufiger auf, die Nachttemperaturen können dort bereits unter –5 °C fallen. Zum Teil gibt es schon Wintertage mit Höchsttemperaturen unter 0 °C, v.a. höheren Lagen.
Die Niederschlagsmengen liegen je nach Region zwischen 60 mm und 130 mm. In den Bergen kann es ersten Schnee geben.
Die Sonnenscheindauer beträgt durchschnittlich 122,6 Stunden.
Erste Winterstürme können Belgien treffen.
November
Die durchschnittlichen Höchsttemperaturen liegen in den meisten Regionen bei etwa 10 °C, in den Hochlagen des Südens bei 6 °C. Die Tiefsttemperaturen bewegen sich zwischen 4,5 °C in tieferen Lagen und etwa 1 °C in den Ardennen. Im Monatsverlauf sinken die Tagesmitteltemperaturen um etwa 4 Grad.
Landesweit kann es Frost geben. In den höheren Lagen sinken die Temperaturen häufiger unter den Gefrierpunkt.
Die monatlichen Niederschlagsmengen schwanken zwischen 60 mm und 130 mm, je nach Region. Im November sind mehrtägige Regenperioden keine Seltenheit, In höheren Lagen kann es schneien. Schnee tritt in den tieferen Regionen seltener auf.
Die Sonnenscheindauer nimmt deutlich ab, sie liegt nun bei etwa 66 Stunden. Häufig ist es nebelig.
Im November gibt es öfter Stürme, besonders betroffen sind die Küstenregionen.
Dezember
Der Dezember ist der Beginn des meteorologischen Winters und die dunkelste Zeit des Jahres.
Die monatlichen Höchstwerte bewegen sich zwischen 2,5 °C und 7 °C. Die Tiefsttemperaturen liegen zwischen –2 °C und 2 °C. Häufig gibt es Frost, besonders in der zweiten Monatshälfte. Eistage, bei denen die Höchsttemperaturen unter dem Gefrierpunkt bleiben, sind im ganzen Land möglich.
Die Niederschlagsmengen liegen zwischen 60 mm und 170 mm, die höchsten Werte werden in den Ardennen erreicht. Im Dezember gibt es oft tagelangen Niederschlag. In tiefer gelegenen Regionen regnet es eher, während es in höheren Lagen eher schneit. Schnee fällt in tieferen Lagen durchschnittlich an vier Tagen im Monat.
Die durchschnittliche Sonnenscheindauer ist mit etwa 45 Stunden die niedrigste des Jahres.
Besonders in Küstennähe kann es starke Stürme geben
Im Dezember hoffen viele Belgier auf eine "weiße Weihnacht", ausserhalb der Ardennen ist sie jedoch selten.
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Beste Reisezeit für Belgien
Belgien, das charmante Herz Europas, ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Ob Städtereisen, Strandtage oder Wanderungen in den Ardennen – das Land bietet für jeden Geschmack etwas. Doch wer das Beste aus seinem Besuch herausholen möchte, sollte die ideale Reisezeit zwischen Mai und September wählen.
Spätfrühling (Mai): Erwachende Natur und entspannte Städte
Der späte Frühling ist die perfekte Jahreszeit, um Belgien in voller Farbenpracht zu erleben.
Wetter: Milde Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 °C und viel Sonne machen den Mai zur idealen Reisezeit.
Brüssel, Antwerpen, Gent und Brügge sind im Mai besonders reizvoll. Café- und Restaurantterrassen werden eröffnet, und die Straßen sind noch nicht so überfüllt wie im Sommer.
Die Natur bietet nun herrliche Kulissen für Outdoor-Abenteuer: Die Wanderwege der Ardennen laden bei angenehmen Temperaturen zu ausgedehnten Spaziergängen oder sportlichen Touren ein.
Ein besonderer Höhepunkt: Der Hallerbos
Für Naturfreunde ist ein Besuch des Hallerbos ein absolutes Muss. Der Wald liegt nur 25 km südwestlich von Brüssel in der Provinz Vlaams-Brabant und verdankt seinen Namen der nahegelegenen Stadt Halle – zu Deutsch: Haller Wald. Im Frühling wird der Hallerbos zum "Blauen Wald", wenn ein leuchtend blauer Teppich aus Hasenglöckchen den Waldboden bedeckt. Die Blütenpracht ist einzigartig, und besonders bei Sonnenschein entsteht eine märchenhafte Atmosphäre, wenn die Strahlen durch die hohen Buchenwipfel fallen.
Für Besucher gibt es zwei Wanderwege, die durch den Wald führen:
- Sequoiawandeling (4 km): Ein kurzer, idyllischer Rundweg.
- Reebokwandeling (8 km): Ein längerer Weg für alle, die tiefer in die Atmosphäre des Waldes eintauchen möchten.
Die beste Zeit, um den Hallerbos zu erleben, ist von Ende April bis Anfang Mai, wenn die Hasenglöckchen in voller Blüte stehen.
Wenn Sie im Mai nach Belgien reisen, sollten Sie leichte Kleidung, aber auch eine Jacke und einen Regenschirm einpacken – der Monat ist für schnelle Wetterwechsel bekannt.
Sommer (Juni bis August): Strand, Festivals und pulsierendes Leben
Die Sommermonate sind ideal für alle, die das Leben im Freien genießen. Ob an der belgischen Küste oder in den lebhaften Städten – der Sommer bietet reichlich Gelegenheit, Sonne und Kultur des Landes zu erleben.
Wetter: Mit Tagestemperaturen zwischen 20 und 25 °C und langen Sonnentagen ist der Sommer perfekt für Unternehmungen im Freien. Allerdings kann es an heißen Tagen durch die hohe Luftfeuchtigkeit schwül werden.
Städte wie Brüssel, Antwerpen oder Gent sind im Sommer voller Leben. Viele Veranstaltungen, wie das „Brussels Summer Festival“, ziehen Besucher an. Sommerbars und Open-Air-Festivals sorgen für besonderes Flair.
Küstenorte wie Knokke und Ostende sind in den Sommermonaten ein Anziehungspunkt für Familien, Sonnenanbeter und Wassersportler.
Der Sommer ist die Hochsaison der belgischen Festivals. Ob das weltberühmte „Tomorrowland“, das „Gent Festival“ oder kleinere Events wie das „Cactusfestival“ – Musikliebhaber kommen voll auf ihre Kosten.
Der Sommer ist die Hauptreisezeit in Belgien, es ist ratsam, Unterkünfte und Tickets frühzeitig zu buchen.
Früherbst (September): Goldene Wälder
Der frühe Herbst im September ist eine wunderbare Zeit, Belgien zu besuchen, bevor die Tage kürzer und das Wetter ungemütlicher wird. Belgien zeigt sich von seiner magischen Seite: Die Wälder leuchten in Rot-, Gold- und Orangetönen, die Temperaturen sind angenehm, und die Touristenströme lassen nach.
Wetter: Milde Tagestemperaturen um 17 bis 20 °C, nachts wird es bei etwa 10 °C frisch.
Die Städte sind ruhiger und weniger überlaufen. Brügge, Gent und Brüssel lassen sich ohne lange Warteschlangen an Sehenswürdigkeiten genießen, die Atmosphäre ist entspannter als im Sommer.
Die Ardennen sind im Herbst besonders beeindruckend. Wanderungen durch die farbenprächtigen Wälder oder entlang von Flüssen sind ein Erlebnis, das Naturfreunde nicht verpassen sollten.
Der Herbst ist eine gute Zeit, um die belgische Küche in aller Ruhe zu genießen. Probieren Sie deftige Gerichte wie „Carbonnade Flamande“ oder den berühmten belgischen Käse bei einem Glas Bier.
Winter: Weihnachtsmärkte und Wintersport
Der Winter in Belgien mag kalt und nass sein, doch die ruhige Atmosphäre macht diese Jahreszeit zu einem Geheimtipp für Reisende, die es gemütlich mögen.
Wetter: Tagestemperaturen zwischen 3 und 7 °C und häufige Niederschläge prägen den Winter. In den Ardennen kann in den höheren Lagen Schnee fallen.
Die großen Städte wie Brüssel, Antwerpen und Gent bieten im Winter ein besonderes Highlight: Weihnachtsmärkte. Der „Plaisirs d’Hiver“ in Brüssel oder die „Ghent Winter Festivities“ locken mit Eislaufbahnen, Lichtershows und kulinarischen Köstlichkeiten wie Waffeln und Glühwein. Nach einem Stadtbummel lädt ein gemütliches belgisches Bier in einer der vielen Kneipen zum Aufwärmen ein.
In den Ardennen können Wintersportler in den Monaten Januar und Februar Ski fahren oder rodeln. Besonders in der Umgebung von Spa und Stavelot finden Schneeliebhaber geeignete Bedingungen.
Für Museumsfreunde ist der Winter ideal. Nun kann man Museen wie das „Horta Museum“ in Brüssel oder das „In Flanders Fields Museum“ in Ypern in aller Ruhe erkunden.
Hier finden Sie spezielle Informationen zum Klima und der besten Reisezeit an der Nordsee sowie weitere Informationen zum Klima und der besten Reisezeit in Belgien.
Belgien Klimatabelle
Klima an der belgischen Nordsee: Ostende.
Klima im Inland Belgiens: Brüssel.
Klima in den Höhenlagen Belgiens: Bütgenbach in der belgischen Eifel.
Alle Klimadaten für Belgien beziehen sich auf den Zeitraum 1991 bis 2020, Quelle: Koninklijk Meteorologisch Instituut van België.
Lagekarte von Belgien in Europa Quelle.
Klima in Belgien
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Klima in Westeuropa
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Über den Autor
Remo Nemitz ist Diplom-Geograph mit Schwerpunkt auf Klima und Wetter in tropischen und subtropischen Regionen. Seit über 10 Jahren analysiert er Klimadaten und bereitet sie für Reisende verständlich auf.
Auf www.beste-reisezeit.org teilt er seine fachliche Einschätzung und persönliche Erfahrung – fundiert, praxisnah und unabhängig.
📍 Fachgebiet: Tropisches & subtropisches Klima
📧 Kontakt: info@beste-reisezeit.org