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Urlaub im September

Der Herbst zieht ein auf der Nordhalbkugel. Dafür beginnt im Süden des Planeten der Frühling. Einige Urlaubsziele verschwinden aus dem Reisefokus, andere rücken wieder in den Vordergrund.

Europa

In Deutschland geht der Sommer zuende und der Herbst kündigt sich an. Ist es für Reisende im September noch möglich, einen sommerlichen Urlaub am Strand zu verbringen?

Rund um das Mittelmeer und das Schwarze Meer ist das auch weiterhin möglich und für viele Menschen sogar besser zu ertragen als im Sommer. Die Hitze ist mit 26-29 Grad nicht mehr ganz so stark, die Strände und Hotels sind weniger voll und auch die Preise bewegen sich wieder im moderaten Bereich. Abgesehen von einzelnen Schauern braucht man sich auch nicht auf Regen einzustellen.

Das Meerwasser hat überall in Süd- und Südosteuropa sowie an der Atlantikküste bis zur Loire hin noch Badetemperaturen. Alle Arten von Freiluft-Aktivitäten sind im Süden des Kontinents also weiterhin möglich.

An Nordsee und Ostsee sowie im Ärmelkanal ist jedoch an Baden nicht mehr zu denken. Auch für viele andere Outdoor-Aktivitäten ist es im September in West-, Mittel- und Osteuropa bereits zu kühl. Daher rücken Besichtigungen, Städtetouren und Rundreisen zu den zahlreichen Sehenswürdigkeiten des Kontinents in diesem Monat wieder in den Vordergrund. Eindeutig zu kalt und zu feucht für einen angenehmen Urlaub ist es im September jedoch bereits wieder in Schottland, Skandinavien und dem nördlichen Osteuropa.

Inseln im Atlantik

Waren die Kanaren im Sommer heiß, überlaufen und teuer, so sind sie ab September wieder ein attraktives Reiseziel. Dann ist auf den Inseln nicht mehr ganz so viel los, es ist angenehm warm, aber nicht zu heiß, und es besteht nur eine geringe Gefahr, dass Niederschläge fallen. Für einen erholsamen Strandurlaub als auch für Trekkingtouren in den Bergen der Inseln ist der September somit hervorragend geeignet.

Auch für die Azoren kommen für eine solche Kombination im September infrage. Luft- und Wassertemperaturen liegen deutlich über 20 Grad und auch für Rad- und Wandertouren sollten bevorzugt jetzt unternommen werden, da die Luftfeuchtigkeit niedriger als in den Hochsommermonaten ist.

Madeira schließlich ist im September besonders für Badeurlauber interessant. Denn erst in diesem Monat wird das Wasser im Atlantik um die Insel am wärmsten, sodass sich, wenn bei uns der Herbst beginnt, hier optimale Bedingungen für Wassersportaktivitäten bieten.

Ferner Osten

Im September geht die Regenzeit in der gemäßigten und subtropischen Monsunzone des Fernen Ostens zu Ende. Die Temperaturen sind angenehm warm, es ist sonnig und die Regenfälle halten sich in Grenzen. Auch die Schwüle des Sommer ist verschwunden.

Japan, Nordkorea und Südkorea sowie der Osten Chinas nördlich des Jangtse sind jetzt wieder optimale Reiseziele.

Attraktiv ist im September auch die Mongolei. Zwar hat der Monsun das Land nur gestreift, doch während des Sommers war es vor allem im Süden in der Wüste Gobi eindeutig zu heiß für einen Besuch. Im September ist tagsüber die schlimmste Sommerhitze vorbei und die Kälte der Nächte ist noch erträglich genug, um das nur ganz dünn besiedelte Land auf Pferden oder Kamelen zu erkunden.

Südostasien

Immer noch Monsunregen im Norden, zunehmende Hitze im Süden. So präsentiert sich Südostasien im September. Wer die hohen Temperaturen von deutlich über 30 Grad ertragen kann und will, der bereist die klassischen Reiseziele Bali und Lombok.

Attraktiver sind aber nach Meinung vieler in dieser Region im September die Ziele, die zwischen den beiden Extremen liegen. Deshalb bieten sich Singapur und Malaysia für Reisen an. Die Temperaturen sind hochsommerlich warm, Luftfeuchtigkeit und Regenfälle halten sich für eine Gegend mitten in den Tropen in Grenzen. Dies ermöglicht im September Trekking-Touren in den Dschungel im östlichen Teil Malaysias auf der Insel Borneo.

Indischer Subkontinent

Nach Monaten zunächst der Hitze, dann der heftigen Niederschläge des Monsuns rückt im September der Indische Subkontinent wieder in den Fokus der Urlaubsplanungen. Der Norden und Osten Sri Lankas ist relativ trocken und ab Mitte des Monats kann man auch wieder im Himalaya und seinen Vorgebirgen wandern. Denn dann sind die Temperaturen dort wieder auf ein erträgliches Niveau zurückgegangen und auch die Regenfälle haben deutlich nachgelassen. Vorteil gegenüber einem Besuch dieser Region im Frühling: Nach der Regenzeit präsentiert sich die Natur in vollem Grün und macht das höchste Gebirge der Welt dann besonders attraktiv.

Zentralasien

Die langsam zurückgehenden Temperaturen sorgen auch in Zentralasien dafür, dass sich die besten Reiseziele im September ändern. In den Hochgebirgen wird es für Trekking-Touren oder Wanderungen nun zu kalt. Hingegen zählt der September für die tieferen Lagen zu den besten Reisezeiten. Dann sind die Temperaturen mit 20-25 Grad sehr angenehm und es bleibt relativ trocken. Also die optimalen Bedingungen, um die vielfältige Kultur der Region bei einer Rundreise zu erkunden.

Naher Osten

Der September ist ein hervorragender Monat, um zumindest im Norden möglichst viel von dieser Region zu entdecken. Einerseits ist ein Badeurlaub an der türkischen Riviera, am Schwarzen Meer oder auf Zypern immer noch sehr gut möglich: Die Temperaturen liegen tagsüber bei mehr als 30 Grad, das Wasser weist überall deutlich über 20°C auf und mit Regen müssen Urlauber in der Regel auch noch nicht rechnen. Andererseits sind die Werte nicht mehr ganz so hoch wie im Hochsommer. Es bietet sich also an, die kulturellen Höhepunkte der Region bei einer Rundreise zu erkunden.

Doch auch die Arabische Halbinsel wird nach der unerträglichen Hitze des Sommers wieder erträglich, u.a. im Südwesten von Jemen. Um alle Gebiete des klimatisch sehr unterschiedlichen Landes besuchen zu können, ist wegen der gemäßigten Temperaturen u. a. der September zu empfehlen.

Afrika

In Nordafrika lässt im September die große Hitze wieder nach. Aufgrund der aber auch weiterhin hochsommerlichen Temperaturen, des warmen Meerwassers und des fehlenden Regens sind die Küsten von Atlantik, Mittelmeer und Roten Meer aber hervorragend für einen Badeurlaub geeignet.

Für die tropisch-wechselfeuchten Regionen südlich des Äquators ist der September einer der besten Urlaubsmonate. Es ist tagsüber überwiegend um die 25 Grad warm, sehr sonnig, trocken und die Luftfeuchtigkeit bewegt sich auf einem für Mitteleuropäer erträglichen Level. Also ideale Verhältnisse für Rundreisen durch den Süden des afrikanischen Kontinents und Safaris in die einmaligen Nationalparks im südlichen und östlichen Afrika. Aber auch ein Badeurlaub an der ostafrikanischen Küste und Trekking-Touren in den Hochgebirgen sind nun möglich.

Zu kühl ist es lediglich noch in der Kapregion. Und an der Ostküste Südafrikas nimmt das Regenrisiko im September bereits wieder deutlich zu, sodass hier auch nicht mehr wirklich Urlaubsfreuden aufkommen.

Exotische Traumstrände findet man im September nicht nur an Afrikas Ostküste. Die Inseln im Indischen Ozean wie die Seychellen, Mauritius und Madagaskar verfügen in diesem Monat über trockenes und hochsommerliches Wetter. Hinzu kommt, dass die Preise dort nach Ende der touristischen Hochsaison ins Purzeln geraten. Wer sich seinen Traumurlaub unter Palmen in exklusiven Resorts realisieren möchte und dabei nicht ganz so viel zahlen will, der fährt jetzt im September dorthin.

Nordamerika

Der September bietet in Nordamerika eine ganze Reihe attraktiver Reiseziele, vor allem weil die Hitze des Sommers sich allmählich Richtung Süden zurückzieht. Neben Kalifornien ist auch die nördliche Ostküste der USA ein ideales Reiseziel.

Besonders beeindruckend sind im September aber der Süden Kanadas, die Neuenglandstaaten und die Großen Seen. Dort können Besucher nun den Indian Summer mit seiner beeindruckenden Laubverfärbung der Wälder erleben.

Auch den Mittleren Westen können Urlauber im September sehr gut bereisen, da die Sommermonate hier zu heiß, die Wintermonate hingegen zu kalt sind.

Eine Reise lohnt sich aber auch nach Hawaii. Dort ist es im September warm, relativ trocken und die Touristenmassen des Sommers haben sich wieder von den Inseln verabschiedet.

Karibik

Der September ist nicht die beste Reisezeit für die Karibik. In diesem Monat besteht ein hohes Risiko für Hurrikans. Auf den meisetn karibischen Inseln herrscht im September Regenzeit, abgesehen von verregneten Tagen bedeutet es auch oft, dass viele Mücken auftreten.

Eine Alternative zu Kuba, Dom. Rep. & Co. bieten im September aber die Inseln Aruba, Bonaire und Curacao direkt vor der südamerikanischen Küste. Es ist dort hochsommerlich warm, aber von Tropenstürmen bleiben die drei Eilande eigentlich immer verschont und Regen gibt es ebenfalls nur selten.

Südamerika

In kaum einem anderen Monat kann man aufgrund der klimatischen Verhältnisse so viele Teile Südamerikas besuchen wie im September. Neben dem weiterhin warmen und trockenen Wetter in Brasilien und den Anden von Bolivien bis Kolumbien werden nun auch die subtropischen Regionen im Süden des Kontinents wieder attraktiv.

Nach dem Ende des Südwinters wird es in einem Streifen von Zentralchile bis ins südliche Brasilien jetzt deutlich wärmer. In den chilenischen und argentinischen Anden sind die Schneeverhältnisse aber auch im September noch so gut, dass hier weiterhin Wintersport gut möglich ist.

Australien/Südsee

Der Frühling zieht am anderen Ende der Welt ein. Im Süden Australiens um Sydney, Melbourne und Perth ist es jetzt wieder warm und trocken genug für einen angenehmen Aufenthalt.

Für das Zentrum und den Norden Australiens ist es im September hingegen eigentlich schon wieder zu heiß.

Doch wer nur im September die Gelegenheit hat, auf einer Rundreise alle Sehenswürdigkeiten des fünften Kontinents kennenzulernen, der kann durchaus in diesem Monat fahren.

Für Urlauber, die in die Südsee wollen, ist der September überall ein hervorragender Monat. Auf den tropischen Südseeinseln dauert die trockene Phase des Jahres an, sodass sich ein Traumurlaub unter Palmen und strahlend blauem Himmel bei hochsommerlichen Temperaturen realisieren lässt.

 

Autor:
Diplom-Geograph Remo Nemitz