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Urlaub im Januar

Wer im Januar ans Verreisen denkt, dem kommt fast automatisch ein Skiurlaub in den Sinn. Doch es gibt in diesem Monat auch perfekte Reiseziele, um dem deutschen Winter zu entfliehen und Tage in der Sonne und am Strand zu verbringen. Allerdings muss man dazu schon in den Flieger steigen und Europa verlassen.

Europa

In Europa sind Kälte, Regen und niedrige Temperaturen vorherrschend. Es gibt aber auch sonnige Abschnitte, die vor allem zu Reisen in die verschiedenen Skiregionen einladen. Europäische Regionen, die im Januar relativ warm sind, sind Andalusien in Spanien sowie Gibraltar.

Kanaren

Wer nicht zu lange fliegen will, für den sind die Kanarischen Inseln im Januar der eindeutige Favorit. Viele Reisende schätzen das angenehme Wetter dort als Zufluchtsort vor der winterlichen Kälte in Deutschland. Auf den Kanaren erreichen zu dieser Zeit die Tagestemperaturen Werte zwischen 20 und 23 Grad, während die Wassertemperatur bei etwa 19 Grad liegt. Wanderungen sind also ebenso möglich wie ein Sprung in den Atlantik.

Wer einen besonderen Urlaub erleben möchte, der sollte im Januar unbedingt nach Teneriffa kommen. Dort herrschen auf dem Teide so gute Schneeverhältnisse, dass man sich morgens die Skier oder das Snowboard unter die Füße schnallen und am Nachmittag bei warmen Temperaturen am Strand liegen kann.

Karibik

Urlauber, die es in ihren Ferien im Januar richtig warm haben wollen und vor allem mit Baden und Sonnenschein verbringen möchten, müssen weiter in die Ferne reisen. Luft- und Wassertemperaturen von im Durchschnitt 20-25 Grad und bestes trockenes Badewetter bieten garantiert fast alle Inseln der Karibik, wo im Januar auch die Saison der Hurrikane endgültig vorbei ist. Lediglich auf den Bahamas, Kuba und Jamaika können in diesem Monat bei Kaltlufteinbrüchen vom nordamerikanischen Kontinent nachts vereinzelt Werte Richtung 10 Grad auftreten. Die Sonne auf den Inseln scheint in diesem Monat den ganzen Tag von einem strahlend blauen Himmel und es ist nur mit einer geringeren Luftfeuchtigkeit zu rechnen. Zudem sind die Preise nach dem Hoch zu Weihnachten und Neujahr im Januar wieder niedriger und Hotels und Strände weniger voll.

Im Süden des an die Karibik angrenzenden Sunshine-States Florida sind die Temperaturen zu Beginn des Jahres mit am Tag 22°C ebenfalls hoch genug für einen Sonnenurlaub.

Mittel- und Südamerika

Der Januar fällt auch in die Zeit, die für einen Aufenthalt in Mittelamerika und an der Nord- und Nordwestküste Südamerikas sowie auf den Galapagos-Inseln zu empfehlen ist. Dann ist es in diesem Teil der Welt relativ trocken, sehr sonnig und die Temperaturen sind angenehm warm, aber nicht zu heiß. Auch können Besucher nun mit einer niedrigeren Luftfeuchtigkeit rechnen. Ein weiteres Argument für eine Reise nach Mittelamerika im Januar liegt darin, dass nun nach dem Ansturm der Weihnachtstage wieder niedrigere Preise herrschen und sich in den Hotels sowie an den Stränden weniger Urlauber tummeln. Allerdings können im höhergelegenen Binnenland die Temperaturen nachts in die Nähe des Gefrierpunktes fallen.

Nordamerika

Das Reiseklima in den Wüsten Nordamerikas ist im Januar angenehm.

Südostasien und Indischer Subkontinent

Südostasien und der Indische Subkontinent bieten sich zu Beginn des Jahres für diejenigen an, die neben einem Strandurlaub auch Rundreisen unternehmen möchten. Im Januar ist in der Region die Taifun-Saison überall vorbei. In weiten Teilen Indochinas und Myanmars, auf den Philippinen, im Süden Chinas und Indiens sowie im Süden und Westen Sri Lanka ist es trocken, da der Monsun während des Winters aus Nordosten weht. Mit tagsüber 20-25 Grad Celsius ist es warm, aber nicht zu heiß. In den höheren Lagen kann es jedoch vor allem nachts ziemlich kalt werden. Zudem ist die Luftfeuchtigkeit im Januar gering und die Sonne scheint den ganzen Tag von einem nahezu wolkenlosen Himmel; also ideale Bedingungen, um bei Rundreisen Land und Leute zu erkunden oder eine Rundreise mit einem Badeurlaub zu kombinieren. Die angenehmen Wetterbedingungen führen jedoch in Süd- und Südostasien dazu, dass der Januar zur Hochsaison zählt. In den touristischen Zentren herrscht Hochbetrieb und die Preise sind entsprechend hoch.

Aber auch zahlreiche Strandregionen in Süd- und Südostasien haben im Januar ihren besonderen Reiz und bieten ein angenehm warmes Klima bei einer relativ geringen Luftfeuchtigkeit und ruhiger See. Dazu zählen die Westküsten von Malaysia mit Penang und von Thailand um Phuket, wo während der dann herrschenden Trockenzeit beste Bedingungen für einen Badeurlaub bestehen. Allerdings ist es deswegen inmitten der touristischen Hochsaison auch voll und die Preise erreichen ihre Höchstwerte.

Wer sich für den Urlaub im Januar etwas Besonderes gönnen möchte, sollte sich mit den Malediven beschäftigen. Obwohl die Inselgruppe ganzjährig mit warmen Temperaturen lockt, gelten unsere Wintermonate als die beste Reisezeit. Denn zu dieser Zeit bringt der Nordostmonsun trockenes Wetter, blauen Himmel, reichlich Sonnenschein und eine kühlende Meeresbrise bei Temperaturen zwischen 25-30°C. Der Januar ist vor allem für Badeurlauber und Taucher perfekt, denn das Meer ist zu dieser Zeit am klarsten und damit optimal, um die prächtigen Korallenriffe und die tropischen Fische zu beobachten. Für einen Aufenthalt auf den Malediven im Januar spricht auch, dass nach Ende der absoluten Hochsaison um Weihnachten und Neujahr wieder gemäßigtere Preise herrschen. Allerdings sollten Besucher ihre Reise frühzeitig planen, da die besten Resorts sonst ausgebucht sind.

Arabische Halbinsel

Wer die Arabische Halbinsel (z.B. Dubai oder Oman) besuchen möchte, für den ist der Januar der Reisemonat schlechthin. Er gehört zu den wenigen Monaten im Jahr, in denen es dort für Europäer im Freien klimatisch zu ertragen ist. Tagsüber werden zwischen 24 und 29 Grad erreicht und auch die Wassertemperatur fällt nie unter 22°C. Nachts sinkt das Thermometer deutlich unter die Marke von 20 Grad, sodass man auf jeden Fall einen warmen Pulli einpacken sollte. Auch der wenige Niederschlag fällt nicht zuletzt im Januar und sorgt zusätzlich für angenehmere klimatische Bedingungen.

Afrika

Der Norden Afrikas ist im Januar relativ kühl, wenn man auf eisige Nächte vorbereitet ist, kann man jetzt z.B. die Sahara erkunden.

Auf dem afrikanischen Kontinent kommen im Januar eine ganze Reihe von Zielen für einen Urlaub infrage. Neben den Stränden am Roten Meer, wie zum Beispiel in Hurghada, oder einem Trip durch das Hochland Äthiopiens bietet sich das Wetter vor allem für einen Safari-Urlaub an.

Als beste Ziel für eine Safari gilt im Januar das östliche Afrika. Tansania und Kenia haben für Naturfreunde im Januar jede Menge zu bieten. Die Temperaturen betragen in Ostafrika im Hochland 25-26°C, an der Küste hingegen 32 Grad Celsius. Es findet sich kaum eine Wolke am Himmel und es fällt fast kein Regen.

Im südlichen Afrika ist es mit um die 30°C zwar ebenfalls recht warm, aber dank der hier einsetzenden Regenzeit zeigt sich die Natur in grüner Pracht. Durch den Regen werden aber auch viele Pisten überschwemmt, sa dass der Januar für Safaris im südlichen Afrika nicht besonders geeignet ist. Ein sehr gutes Reisewetter findet man im Januar in Südafrika jedoch in der Kapregion.

Wer stattdessen lieber an den Stränden des Indischen Ozeans liegen möchte, für den sind die Beachresorts an der Küste Ostafrikas zu empfehlen (z.B. Sansibar). Bei Wassertemperaturen von 25 Grad und mehr sind dann auch alle Arten von Wassersport-Aktivitäten möglich.

Die mit Temperaturen von 25°C vergleichsweise kühle und weniger schwüle Trockenzeit lädt im Januar auch zu einem Besuch der Länder in Westafrika sowie in Zentralafrika nördlich des Äquators ein. Nachts kann es hier allerdings recht frisch werden, sodass man stets Pullover und andere warme Kleidung dabei haben sollte. Zudem trübt der Wüstenwind "Harmattan", der ab Januar in Westafrika wehen kann, den Urlaubsspaß etwas.

Ein attraktives Reiseziel bilden im Januar auch die Kapverdischen Inseln, die "Inseln des ewigen Sommers". Dies gilt besonders für Besucher, die zum Wandern, Surfen und Segeln dorthin reisen. Die Temperaturen des Wassers und der Luft sind dann mit durchschnittlich 21 Grad nicht zu heiß und es fällt praktisch kein Niederschlag. Die Sonne scheint täglich sieben bis zehn Stunden, sodass die Inselgruppe ideal für alle Sonnenhungrigen ist. Zudem weht der Nordost-Passat im Januar besonders kräftig.

Tief im Süden

Wer ganz weit weg auf die südliche Halbkugel möchte, der findet im Januar optimale Wetterbedingungen. In dieser Zeit herrscht dort Hochsommer und bessere Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten wie Wanderungen und Kanutouren finden sich im Rest des Jahres kaum.

In Neuseeland, Tasmanien und Patagonien sind die Temperaturen im Januar am höchsten, der Wind weht weniger stark und auch die Niederschläge fallen relativ gering aus. Hinzu kommt, dass die Sonne aufgrund der langen Tage nie häufiger scheint. Allerdings kann es auch im Januar vor allem im Bergland zu plötzlichen Umschwüngen kommen. Für einen Besuch am Anfang des Jahres spricht auch, dass dann alle Hotels und Nationalparks geöffnet haben und alle Verkehrswege problemlos zu benutzen sind.

Der Januar ist auch die Zeit, in der Touristen zumindest die Küstengebiete der Antarktis bereisen können. Es ist nicht nur mit Temperaturen um den Gefrierpunkt die wärmste Phase des Jahres, sondern es bleibt auch bis zu 24 Stunden lang hell. Zudem zeichnet sich dieser Monat durch längere ruhige Wetterabschnitte aus. Eine Kreuzfahrt durch antarktische Gewässer ist im Januar also etwas für Leute, die etwas ganz Ausgefallenes erleben möchten.

Hawaii

Für Walbeobachter und Surfer ist im Januar auch Hawaii eine gute Entscheidung. Zwar regnet es in den Wintermonaten ziemlich häufig. Doch für Walbeobachtungen ist der Januar einer der Monate, die am besten geeignet sind. Zudem kommen aufgrund der kräftigen Winde und der hohen Wellen Surfer an den nördlichen Küsten Hawaiis zu Beginn des Jahres mit am besten auf ihre Kosten.

Für Wintersportler

Für alle, die sich im Januar ganz klassisch auf die Ski-Pisten begeben wollen, herrschen in den Gebirgsregionen Europas und Nordamerikas überall optimale Bedingungen. Egal ob es sich nun um die Rocky Mountains, die Alpen oder die Pyrenäen, den Kaukasus oder die Karpaten handelt; überall heißt es: Ski und Rodel gut.

Trotz der guten Schneeverhältnisse sollte man im Januar allerdings nicht nach Skandinavien, Alaska oder Nord- und Zentralasien reisen. Nicht nur wird es dann dort mit zweistelligen Minusgraden extrem kalt; auch das Tageslicht zeigt sich im dunklen Wintermonat Januar lediglich kurz. Zudem sind zahlreiche Verkehrsverbindungen durch die Schneefälle unterbrochen, sodass viele Gebirgsregionen unerreichbar sind.

Nicht zu empfehlen sind Reisen im Januar u.a. nach Indonesien, auf die Seychellen oder nach Polynesien - hier herrscht Regenzeit. Auf Madagaskar, Réunion und Mauritius kann es im Januar zu Zyklonen kommen.

 

Autor:
Diplom-Geograph Remo Nemitz